Holzminden hat eine neue Innenstadtmanagerin. Maike Riesenberg hat im April ihre neue Stelle angetreten – ab Juli arbeitet sie zusammen mit der Bürgergenossenschaft und TransZ im renovierten Büro in der Oberen Straße 2. Direkt am Puls der Innenstadt. Momentan lebt sich die Innenstadtmanagerin noch ein, spricht mit vielen Akteuren und lernt jede Ecke der Innenstadt und Altstadt kennen. „Erstmal ein Bild vom Ist-Stand machen“, erzählt sie.

 

Auch ich habe mit ihr gesprochen, um sie und ihre Aufgaben besser kennenzulernen. Mit ganz vielen Fragen im Gepäck haben wir uns im Duftgarten am Weserkai getroffen. Sie liebt nämlich das Wasser und besonders den Weserkai in Holzminden.

Aus der HolzmindenLiebe-Community wurden folgende Fragen an Frau Riesenberg gestellt:

  • Was sind Ihre Ideen für Holzminden?

Maike Riesenberg ist zuständig für die Koordination der verschiedenen Akteure in der Innenstadt und Altstadt von Holzminden. Sie ist Vermittlerin, Kommunikatorin, Ideenbringerin und Organisatorin – unter anderem von runden Tischen. An diesen Tischen sollen nach Schwerpunktthemen Ideen und Vorschläge gesammelt werden, die in Workshops zu richtigen Projekten umgesetzt werden können. Es sollen viele Leute ins Boot geholt werden, um sich auszutauschen. Als weitere Ideen nannte Riesenberg Pop-Up-Stores, also Geschäfte, die für einen kurzen Zeitraum in der Stadt sind. „Gerne auch von der Gastronomie genutzt“, erklärt sie. Hierbei geht es um die Zwischennutzung der leerstehenden Lokale, denn der Leerstand ist ein wichtiger Aufgabenbereich, mit dem sie sich beschäftigen wird.

 

Im Innenstadtausschuss stellte Riesenberg die 12 „Attraktivitätsfaktoren Innenstadt“ vor. Darunter fallen 1. Sauberkeit und Sicherheit, 2. Erreichbarkeit, 3. Öffentlicher Raum, 4. Digitale Angebote, 5. Stadtgestaltung, 6. Gastronomie, 7. Medizinische Angebote, 8. Wohnen, 9. Freizeit, Kultur und Tourismus, 10. Grünflächenparks, 11. Dienstleistungen und 12. Einzelhandelsangebote. All diese Punkte möchte Riesenberg mit unterschiedlicher Priorisierung  in ihrer Position als Innenstadtmanagerin angehen. Sie schaut gerne über den Tellerrand und sammelt Ideen. „Ich stecke meine Nase gerne überall rein“, beschreibt sie sich selbst. Die Innenstadtmanagerin ist gerne mit unterschiedlichen Menschen zusammen, um daraus einen Meinungsdurchschnitt zu bilden. Außerdem ist sie viel unterwegs und lässt sich in anderen Städten inspirieren. Das Rad könne man nicht neu erfinden, aber Riesenberg versuche es auf Holzminden anzupassen.

  • Was packen Sie zuerst an?

Derzeit macht sich die Innenstadtmanagerin selbst ein Bild von der Stadt und lernt alle Akteure kennen. Am 31. Mai wurde ihr Büro in der Oberen Straße 2 mit dem Namen: „Zukunftsraum Holzminden“ eingeweiht, wo es am 01. Juli direkt an die Arbeit geht. Im weiteren Verlauf kümmert sich Riesenberg um die Aufnahme der Leerstände sowie die Erstellung eines Arbeitspapiers. Mit voller Hoffnung plant sie für Ende des Sommers/Anfang des Herbsts die ersten runden Tische in Holzminden.

  • Inwiefern wird die junge Generation bei der Gestaltung und Planung berücksichtigt?

Frau Riesenberg ist immer bereit für Gespräche und einen Austausch. Junge engagierte Holzmindener können gerne auf sie zukommen und Ideen mitbringen. Ansonsten soll es zukünftig den Jugendrat geben, durch den die Interessen von jungen Menschen vertreten werden sollen und mit Riesenberg in Kontakt treten wird.

  • Wie erreiche ich die Innenstadtmanagerin?

Die Innenstadtmanagerin ist per E-Mail Riesenberg.Maike@holzminden.de und per Telefon 05531-959313 erreichbar. Ansonsten gibt es feste Termine im neuen Büro: Dienstags 8.30-12.30 und Donnerstag 12.30-17.30 und nach Vereinbarung, wo die Holzmindener ihre Anliegen vortragen können – der persönliche Austausch sei unersetzlich.

  •  Was ist der Unterschied zwischen dem Stadtmarketing und der Innenstadtmanagerin?

Das Stadtmarketing kümmert sich vorranging um den Tourismus,  die Vermarktung der Stadt unter dem Motto „Stadt der Düfte und Aromen“ und die Umsetzung des operativen Geschäftes des Werbekreises. Die Innenstadtmanagerin beschäftigt sich ausschließlich mit der Innen- und Altstadt. Beide Instituionen werden aber eng zusammenarbeiten, die Synergien nutzen und sich ergänzen.

Es warten also viele Aufgaben und Herausforderungen in Holzminden. Ihr Arbeitsalltag besteht aus recherchieren, Informieren und kommunizieren. Vielleicht teilt sie demnächst ein paar Einblicke auf der städtischen Homepage oder einem Blog. Die gebürtige Detmolderin hatte sich nach jahrelanger Zeit in Österreich und Süddeutschland für die Herausforderung in Holzminden entschlossen. Außerdem hat sie hier im Weserbergland ihren Alterswohnsitz eingerichtet.

 

Die Stelle der Innenstadtmanagerin ist im Rahmen des Projekts „Zukunftsräume Niedersachsen“ entstanden und wird vom Land Niedersachsen zu 60% gefördert. „Das Programm Zukunftsräume richtet sich an niedersächsische Klein- und Mittelstädte sowie Gemeinden und Samtgemeinden in ländlichen Räumen ab 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, in denen ein Grund- oder Mittelzentrum festgelegt ist. Diese Zentren übernehmen wichtige Versorgungsfunktionen für ihr Umland – etwa in den Bereichen medizinische Versorgung, Einzelhandel oder auch Kultur – und fungieren als wesentliche Motoren der regionalen Entwicklung.“ https://www.arl-bs.niedersachsen.de/startseite/foerderung_projekte/zukunftsraume_niedersachsen/forderprogramm-fur-zentrale-orte-179907.html

  • Zum Schluss noch die Frage: Was ist HolzmindenLiebe für Sie?

HolzmindenLiebe verbinde Riesenberg mit einem tollen Freizeitwert und einer ruhigen und sicheren Stadt. Man komme schnell zu Fuß von A nach B und bekomme alles was man benötige. Das viele Grün und das Wasser schätze sie sehr.

Foto: HolzmindenLiebe

Hier sind noch weiterführende Links

TransZ: https://transz.de/projektgebiete/holzminden/

Bürgergenossenschaft: https://bg-hol.de/